Benefizkonzert

Am 21. März 2007 fand ein Benefizkonzert in der Don-Bosco-Schule (Marktoberndorf) statt. Zu diesem Anlass wurde zum ersten mal der Yamaha Flügel präsentiert, der in unserer Werkstatt überholt wurde. Ein Teil der Reparaturkosten wurde durch das Meistersyndikat gesponsort. Hier dass zu diesem Anlaß vom Wilhelm Propach vorgetragene Gedicht:

Es war einmal ein kleiner Flügel, der bezog Familienprügel von Eltern, Töchtern und dem Sohn – für den Anfang reicht das schon. Dreißig Jahre hielt er stand, weil er das für gut empfand. Vielleicht ist er etwas maso, alle Flügel wollens ja so. Jährlich wurde er gestimmt und ein bisschen nachgetrimmt; er verlangte gar nicht viel und erfreute durch sein Spiel.

Denkt man vergleichend an ein Auto: Mit drei Jahrzehnten wär´s längst flauto, säuft Benzin, fängt an zu rosten und verursacht hohe Kosten. Mit ´nem Bruchteil von dem Geld ein Flügel hundert Jahre hält.

„Das Bess´re ist des Guten Feind.“ Wie hat das Flügelchen geweint, als ein großer Bruder kam und ihm seinen Platz wegnahm! Im Schülerheim war er willkommen, hat seinen Dienst dort aufgenommen. Danach kam er in die Schul, und das fand er gar nicht cool, denn er kennt die nicht mehr scharfen abgespielten Zombi-Harfen, die dort ihren Geist aushauchen, weil die Hilfe, die sie brauchen, an den knappen Mitteln scheitert. „Der Etat wird nicht erweitert heißt´s in München ….leider!“ und man fühlt sich aus dem Schneider.

Da war ein großer Jammer da: „Was mach ich kleiner Yamaha – mir hilft nur ein großes Wunder, ich brauch dringend edle Spunder!“

UND ES GESCHAH!

So gut stand er niemals da. Neu sind Hammerkopf und –stiel, präzis läuft jetzt das Tastenspiel, poliert ist jedes Messingteil und blinkt vor frischem Schwarz so …… (?) alles wurde reguliert, durchgestimmt und intoniert.

Jetzt ihm nicht mehr so bange, wenn man ihn gut hält, hält er lange! Eins nur drückt ihm auf´s Gemüt, wenn er die Kollegen sieht – irgendwie ist´s ungerecht, denen geht´s viel länger schlecht. Tja: Wer´s gut hat, gönnt von Herzen ad´ren Linderung der Schmerzen.

Wilhelm Propach, 21.03.2007